Hier erhalten Sie spezifische Informationen über die einzelnen Therapieformen

Ärztliche Konsultation
Chinesische Arzneimitteltherapie
Akkupunktur
Moxa
Schröpfen
Chinesische Massage (Tuina)
Klassische Heilmassage
Tan hua (philosophische Beratungsgespräche)
Qi Gong/Taiji Quan
Meditation (ru jing)

Ärztliche Konsultation

Das Erstgespräch bietet ausreichend Zeit für die Darstellung der aktuellen Beschwerdesymptomatik, der Krankengeschichte, der Lebensumstände, sowie Lifestyle-Fragen wie beispielsweise Schlaf-, Bewegungs- und Ernährungsverhalten. Um einen Überblick über die bisher erfolgte Diagnostik und Therapie zu bekommen, bitten wir Sie, vorhandene Unterlagen über aktuelle und ältere Befunde zur Erstkonsultation mitzubringen. Anhand der gesammelten Informationen während des Gesprächs und der anschließenden Untersuchung von Zunge und Puls erfolgt die Diagnosestellung auf Grundlage der klassischen chinesischen Medizin. Anschließend erstellen wir gemeinsam mit Ihnen ein Therapiekonzept. Die erste Therapiesitzung (z.B. Akupunktur, Schröpfen…) ist im Preis der ärztlichen Erstkonsultation inbegriffen.

 

Chinesische Arzneimitteltherapie

In der fernöstlichen Medizin nahm die chinesische Kräutertherapie lange Zeit die erste Stelle ein. Zum Einsatz kommen überwiegend Pflanzenteile, wie Wurzeln, Rinden, Blüten und Blätter, aber auch Mineralien und einige Tierprodukte. Die Kräuter werden unter anderem nach ihrem Temperaturverhalten, ihrem Geschmack und ihrer Wirkrichtung eingeordnet. Alle Arzneimittel werden individuell für Sie zusammengestellt und als Dekokte (Tees), als Pulver/Granulate oder in Form von Kapseln/Tabletten eingenommen. In der traditionellen Variante bereiten Sie die Kräuter in einem Kochprozess nach Anleitung (Rezept) selbst zu.

 

Akupunktur

Die Grundlage der Akupunktur bildet die Meridianlehre, also die Lehre der Energieleitbahnen. Jeder Meridian ist einem Organsystem zugeordnet. Auf den Meridianen liegen die Akupunkturpunkte, die bei Stimulation den Energiefluss im jeweiligen Meridian anregen. Für die Akupunktur werden sterile Einwegnadeln aus Edelstahl verwendet, welche 20-30 Minuten im Körper verbleiben. Die Anzahl und zeitlichen Intervalle der notwendigen Sitzungen werden individuell an das jeweilige Beschwerdebild angepasst.

 

Moxa

Bei der Moxibustion werden Hautareale über bestimmten Akupunkturpunkten durch glimmendes Beifußkraut (Moxakraut) erwärmt. Die Zirkulation von Qi (Energie) und Blut wird gefördert und Kälte und Feuchtigkeit vertrieben. Die Moxibustion kommt besonders bei Leere- und Schwächezuständen, sowie bei Kälte- und Feuchtigkeitsproblematik zum Einsatz.

 

Schröpfen

Beim Schröpfen wird mithilfe von Schröpfgläsern, die auf die Haut aufgesetzt werden, durch eine Absaugvorrichtung ein Unterdruck erzeugt. Dadurch werden rote Blutkörperchen aus dem Gefäß in den perivaskulären Raum (Raum um das Gefäß) gesaugt. Um diese Extravasate wieder zu entfernen muss der Organismus die betroffene Stelle erheblich besser durchbluten. Somit wird auch der Akupunkturpunkt unter dem Schröpfglas vermehrt mit Energie versorgt. An der Schröpfstelle kommt es außerdem zu einer Zunahme von weißen Blutkörperchen, die wichtige Funktionen im lmmunsystem ausüben. Die Selbstheilungskräfte werden angeregt. Durch den Unterdruck kann es an den Schröpfstellen zu Hämatomen (Blutergüssen) kommen, was eine durchaus normale und mitunter sogar gewünschte Reaktion ist.

 

Chinesische Massage (Tuina)

Tuina ist die Bezeichnung für die klassische chinesische Heilmassage. Sie beruht auf der Grundlage der chinesischen Medizinphilosophie. Im Unterschied zu europäischen Massageformen orientiert sie sich weniger an der Anatomie des menschlichen Körpers als vielmehr an dessen Energiebahnen (jing mai) und Energiepunkten (xue wei). Nach erfolgter Diagnosestellung kann mit Tuina der energetische Zustand des Körpers über diese speziellen Energiebahnen und Energiepunkte beeinflusst werden. Abhängig von Eigenart und Druckstärke der Behandlung werden vielfältige Wirkungsweisen erzielt. So trägt sie dazu bei, Blockierungen des Qi zu beseitigen um die Lebenskraft im Körper wieder frei fließen zu lassen. Schmerzhafte Störungen des Bewegungsapparates können verringert werden, außerdem hilft sie, die muskuläre Regeneration und Leistungsfähigkeit zu verbessern, Verdauungsbeschwerden zu mildern, Stress zu reduzieren und Schlafstörungen entgegenzuwirken.

 

Klassische Heilmassage

Die klassische Heilmassage dient zur mechanischen Stimulation von Haut, Bindegewebe und Muskulatur durch Dehnungs-, Zug- und Druckreiz. Sie kann als Ganzkörpermassage oder Teilmassage durchgeführt werden. Da meist bestimmte Körperregionen betroffen sind, wird in der Regel eine Teilmassage durchgeführt. Die Behandlung kann teilweise schmerzhaft sein, da auch die unteren Gewebeschichten erreicht werden. Die Heilmassage dient vor allem dazu, das gestörte Gewebe zu behandeln. Dafür ertastet der Masseur zunächst die veränderten oder schmerzenden Hautbereiche. Anschließend folgt die lokale Massage mit den passenden Massagegriffen.

 

Tan hua (philosophische Beratungsgespräche)

Tan hua ist ein Begriff aus den asiatischen Kampfkünsten und bezeichnet persönlich-philosophische Erfahrungsgespräche, die in der chinesischen Tradition zwischen Lehrer und Schüler geführt werden. Die Meisterung der Kampfkünste erfordert ein regelmäßiges Training. Nur durch Selbstdisziplin, Beständigkeit und Ausdauer ist dieses Ziel, das auch mit einem hohen Maß an Eigenverantwortung verbunden ist, zu erreichen. Die Unterredungen bieten dem Schüler die Möglichkeit, über Ereignisse und Erfahrungen zu sprechen, die seinen Fortschritt hemmen oder fördern könnten.
So wie in den traditionellen asiatischen Kampfkünsten, legen auch wir in der Qi Tao-Praxis besonderen Wert auf Eigenverantwortlichkeit. Wir sind darauf bedacht, den Willen zur Selbstinitiative zu fördern. Nichts erscheint uns dabei dienlicher, als die Herangehensweise der taoistischen Philosophie. Durch eine entsprechende Gesprächsführung wollen wir Sie dabei unterstützen, die eigenen Kompetenzen zu erweitern um selbst einen positiven Einfluss auf den persönlichen Entwicklungs-, Heilungs- und Genesungsfortschritt nehmen zu können.

 

Qi Gong/Taiji Quan

Qi gong kann am treffendsten übersetzt werden mit „ Energiearbeit“ oder mit „Arbeiten an der Lebensenergie“. Qi gong ist heute ein wichtiger Bestandteil der chinesischen Kultur und der klassischen chinesischen Medizin. Das breite Wirkungsspektrum des Qi gong bei der Behandlung von Befindungsstörungen und Krankheiten, aber vor allem im Bereich der Prävention, erklärt sich durch das vielfältige Übungsangebot. Es gibt Übungen im Sitzen, Liegen, Stehen und in Bewegung. Qi gong wirkt nicht so spezifisch wie andere taoistische Heilkünste (Akkupunktur, Tuina, Kräuterheilkunde…), ist aber durch seinen ganzheitlichen Übungscharakter vielseitig einsetzbar. Je nach Auswahl der Übungsinhalte kann eine entsprechende Wirkungsweise hervorgerufen werden.

Taiji quan ist eine alte chinesische Bewegungskunst. Sie ist geprägt von taoistischen Gesundheitslehren, der Meditation und von Selbstverteidigungsstrategien, die sich an den Wirkprinzipien von Yin und Yang orientieren. Taiji quan eignet sich durch seinen sanft-fließenden Charakter besonders für Personen, die gerne aktiv sind und keine oder nur geringe Einschränkungen des Bewegungsapparates aufweisen.

Qi gong und Taijji quan dienen der Stärkung und Vermehrung der inneren Kraft durch die Aktivierung des Energiehaushaltes. Die Energiebahnen des Körpers werden durchgängig gehalten, sodass Lebensenergie besser zirkulieren kann. Muskeln, Sehnen, Bänder und Knochen werden durch das beständige Training gestärkt. Auch die inneren Organe, das Herz-Kreislaufsystem, das Verdauungssystem und das Atmungssystem werden bei ihren Tätigkeiten durch Qi gong und Taiji quan unterstützt. So kann der Mensch bis ins hohe Alter geschmeidig und beweglich bleiben.

Die Übungen fördern eine respektvolle Haltung gegenüber sich selbst und im Umgang mit anderen. Durch das intuitive Verstehen und Verarbeiten von Lebensprozessen, werden auch Eigenschaften wie Ruhe, Gelassenheit und Weisheit entwickelt.

Der Schwerpunkt des Qi gong und Tai ji quan ist immer, das im Menschen liegende Potenzial zur Heilwerdung anzuregen und zu kultivieren.

 

Meditation (ru jing)

Durch die Praxis der Meditation lernen Sie, wie es Ihnen gelingen kann, störende Einflüsse auszuschalten oder anzunehmen und eigene Gedanken und Gefühle ruhiger werden zu lassen. Ein ruhiger und ausgeglichener Geist ist die Voraussetzung, um in die Erfahrung der tiefen Stille eintreten zu können. Während der Meditation üben wir uns in der Fähigkeit des Gewahrseins und der Achtsamkeit, denn sie sind der Schlüssel zu tiefer Stille und Heilung. Der Übende lernt „heim zu sich selbst“ zu kommen und mit seiner „inneren Stille“ in Kontakt zu treten um sich so ein stück weit besser kennen zu lernen.